Der Arbeitskreis AK Asyl Südstadt
Der AK Asyl Südstadt Tübingen wurde im Herbst 2014 gegründet. Seit Frühjahr 2015 betreuen die AK-Mitglieder geflüchtete Menschen in einer Gemeinschaftsunterkunft. Sie befindet sich in der Wilhelm-Keil-Straße (WKS) neben dem Landratsamt.
Der AK besteht aus einer Gruppe freiwillig engagierter Bürger*innen, die geflüchtete Menschen willkommen heißen und im Alltag begleiten und unterstützen, wenn sie dies wünschen. Bei seiner Arbeit orientiert sich der AK am „Leitbild für das freiwillige Engagement für geflüchtete Menschen im Landkreis Tübingen“.
In der Gemeinschaftsunterkunft herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. AK-Mitglieder begleiten Geflüchtete auch weiterhin, wenn sie ausgezogen sind und ein eigenständiges Leben führen. Um neu Hinzugekommenen Integrationsangebote machen zu können, ist der AK immer auf der Suche nach neuen Ehrenamtlichen.
Leitbild für ehrenamtliches Engagement
Aktuelle Termine
Termin | Veranstaltung |
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Donnerstag | Plenum |
„Migration und Krieg sind die zwei Seiten derselben Medaille. Die meisten Flüchtlinge gebiert der Krieg. Auf die ein oder andere Weise, denn auch der Klimawandel und die Armut sind zum Teil die schlimme Folge eines brutalen Krieges, den die Menschheit erklärt hat: gegen eine gerechtere Verteilung der Ressourcen, gegen die Natur, ja gegen den ganzen Planeten. Die Welt von heute scheint jeden Tag elitärer zu werden, und jeder Tag springt mit den Ausgeschlossenen und Übergangenen noch grausamer um.“
Papst Franziskus, Hoffe, München 2025, S. 26
Pressemitteilung: „Nein zur Bezahlkarte“ des Tübinger Bündnisses „Bankkarte für alle statt Bezahlkarte“ (Grafik unten anklicken)
Wir freuen uns, Sie zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 17. März bis zum 30. März 2024 einladen zu dürfen!
Unter dem Motto der diesjährigen Aktionswochen „Menschenwürde schützen“ organisiert das Aktionsbündnis Vielfalt über 20 Veranstaltungen ‑ in Tübingen und im Landkreis. Darunter sind Vorträge, Lesungen und Filmvorführungen mit Podiumsgesprächen, Workshops, interreligiöse Begegnungen, Konzerte und mehr Angebote sowohl für Erwachsene als auch für Jugendliche und Kinder.
Hanna Johner
In der Woche gegen Rassismus veranstaltet das Asylzentrum zusammen mit dem Diakonischen Werk ein Treffen für Engagierte in der Flüchtlingsarbeit. Janina Coronel-Zähringer ist Beauftragte für kirchlich-diakonische Flüchtlingsarbeit und hat mit uns zusammen den Input und das offene Podium mit Diskussion vorbereitet. Wir laden euch und die Engagierten im Projekt Passerelle, im AK Asyl Südstadt und alle Interessierten herzlich ein zum offenen Podium und zum Mitdiskutieren über die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für Engagierte.
Wie können wir diejenigen, die sich für Geflüchtete und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen, besser unterstützen? Welche strukturellen Veränderungen sind notwendig, um nachhaltiges Engagement zu ermöglichen?
Bei der Veranstaltung wollen wir gemeinsam den aktuellen Stand des Engagements für geflüchtete Menschen in Tübingen betrachten, Herausforderungen diskutieren und nach Wegen suchen, um Unterstützung effektiver und nachhaltiger zu gestalten
Filmempfehlung 
ein Film von Peter Wingert, Tübingen
Filmpremiere: Freitag 7.2.2025, 18.00 Uhr, im Kino Museum
Am Stadtgraben 2, 72070 Tübingen
Weitere Vorstellung: Mittwoch 12.2.2025, 20.00 Uhr,
Kino Waldhorn, Königstraße 12, 72108 Rottenburg
„Wir gucken uns an, was passiert. Und das Schlimmste ist, dass wir uns daran gewöhnen. ‚Ah‘, wird gesagt, ‚heute ist ein Boot gesunken, viele Vermisste.‘ Dieses Sich-daran-Gewöhnen ist eine schlimme Krankheit! Es ist eine sehr schlimme Krankheit!“
(Papst Franziskus am 03.12.2021)
Gebet für Moria
von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland:
Ich bete für Moria.
Nein, nicht für Moria, dieses Gefängnis, den Nicht-Ort, draußen im Meer,
Ort unserer Schande.
Ich bete für die Menschen, eingesperrt, ausgesetzt, Dreck im Dreck.
Kinder wachsen dort auf, zwischen Plastikplanen und Gewalt:
So ist das Leben. Die Welt, in der sie nicht willkommen sind.
Gott, schütze Du, was wir nicht schützen wollen.
Ich bete für die, die sie dennoch lieben.
Ihre Mütter und Väter, wenn es sie noch gibt
und für die, die ihnen ein wenig Wärme geben
da draußen, in der der Kälte,
im Gestank der Verachtung.
Ich bete für die,
die in der Asche sitzen,
und für die, die bei ihnen geblieben sind,
jetzt, nach dem Feuer von Moria – diesem erbärmlichen Fanal
für unser Zusehen und Wegsehen, für das Nichts-Tun.
Ich bete für die,
die uns der Mühe nicht wert sind.
Und für die, die sich auch jetzt noch herausreden,
und schachern um Menschenleben.
Gott, mische Dich ein, in unsere Unmenschlichkeit, in unser Versagen.
Komm, Gott – lass nicht zu, dass dies das Ende ist.
Amen.
Text: Sabine Dreßler
Papstpredigt auf Lampedusa. Franziskus: „Wo ist dein Bruder?“
Wir leben in einer Gesellschaft, die die Erfahrung des Weinens vergessen hat, des „Mit-Leidens“: Die Globalisierung der Gleichgültigkeit!
Im Evangelium haben wir den Schrei, das Weinen und das große Klagen gehört: „Rahel weint um ihre Kinder … denn sie sind nicht mehr“. Herodes hat den Tod gesät, um sein eigenes Wohl zu verteidigen, seine eigene Seifenblase. Und es wiederholt sich.
Bitten wir den Herrn, dass er alles wegnimmt, was von Herodes in unseren Herzen geblieben ist; bitten wir den Herrn um die Gnade der Tränen über unsere Gleichgültigkeit, über die Grausamkeit in der Welt, in uns und in denen, die anonymisiert sozial-ökonomische Entscheidungen treffen, die Dramen wie diesem Tür und Tor öffnen. „Wer hat geweint?“ Wer hat in der heutigen Welt geweint?
Herr, in diesem Gottesdienst, der ein Büßgottesdienst ist, bitten wir um Verzeihung für die Gleichgültigkeit so vielen Brüdern und Schwestern gegenüber, wir bitten um Verzeihung für die, die es sich bequem gemacht haben, die sich im eigenen Wohl eingeschlossen haben und das Herz betäubt haben, wir bitten dich, Vater, um Verzeihung für diejenigen, die mit ihren Entscheidungen auf höchster Ebene Situationen wie dieses Drama hier geschaffen haben. Herr, verzeihe uns!
Herr, auch heute noch hören wir deine Fragen: „Adam, wo bist du?“ „Wo ist dein Bruder?“
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