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Archiv des AK Asyl Südstadt

                                               

Frau Berrer stellt uns das FIZ vor, eine Beratungsstelle für Migrantinnen, geflüchtete Frauen, Betroffene von Menschenhandel und Betroffene von Arbeitsausbeutung.

Sehr viele geflüchtete Frauen aus Westafrika sind Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution. Wie junge Frauen aus prekären Verhältnissen nach Europa gelockt werden und was ihnen dort blüht, dazu gab es bereits Vorträge in Tübingen.

Frau Berrer wird uns informieren, in welchen Fällen man sich an das FIZ wenden kann und sollte und wie das FIZ helfen kann.

Wie aus Schwarzfahrern Vergewaltiger werden.

Rassistische Stereotypisierungen von Geflüchteten am Beispiel der Facebook-Seite von Boris Palmer

Nikolai Huke in s u b \ u r b a n . zeitschrift für kritische stadtforschung

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Erfolgreiche Veranstaltungen des AK Asyl

Landesdatenschutzbeauftragter verbietet „Liste der Auffälligen“

Aus aktuellem Anlass hat Andreas Linder zum Thema „Liste der Auffälligen“ einen ausführlichen und zusammenfassenden Artikel geschrieben  (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Dieses leidige Thema ist mit der Entscheidung des Datenschutzbeauftragten leider noch nicht zu Ende. Vielleicht können der Artikel und die darin verlinkten weiteren Dokumente als Argumentationsfutter für die künftige Diskussion hilfreich sein.

https://menschen-rechte-tue.org/index/fluechtlingspolitik/artikel/landesdatenschutzbeauftragter-verbietet-liste-der-auffaelligen.html
Der Artikel darf gerne auf eigenen Homepages verlinkt werden.
Sollte etwas falsch dargestellt sein, bittet der Autor um persönliche Rückmeldung.

Vergiss niemanden!

Mit einer Banneraktion machten zwei Gruppen vorletzten Sonntag in Tübingen auf die Situation im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos aufmerksam („Aktivisten fordern Hilfe für Flüchtlinge“, 7. April).


Seit vielen Monaten weiß man, wie verheerend die Lage in den griechischen Flüchtlingslagern ist, und seit vielen Monaten versuchen sowohl international agierende Organisationen wie ,Ärzte ohne Grenzen‘ als auch zahllose lokale Initiativen wie das Tübinger Asylzentrum, die Verantwortlichen in Berlin und in Brüssel zum Handeln zu bewegen. Erfolglos. Das Problem wurde ausgesessen, bis es nun aufgrund von Corona als kaum mehr lösbar erscheint.

Auch nur ein paar Hundert der rund 5000 Flüchtlingskinder aus den Lagern herauszuholen, war nicht denkbar. 50 sollen jetzt endlich nach Deutschland ausgeflogen werden, hieß es dieser Tage in den Nachrichten.

Am vorletzten Sonntag war ein bundesweiter Aktionstag zur Evakuierung der EU-Lager in Griechenland: „Leave no one behind“ (Lass niemanden zurück. Vergiss niemanden). Wir sind froh, dass auch in schweren Zeiten an die gedacht wird, denen es noch schlechter geht.

Angela Baer, Bernward Hecke, Renate Schäfer, Christa Ullmann, Cornelia Waidmann vom AK Asyl Südstadt Tübingen, Leitungsteam
(Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt vom 14.04.2020)

Informationsabende / Aktionstage

Rassistische Stereotypisierungen

Leider dem Corona-Virus zum Opfer gefallenFreundlicherweise hat der Referent Dr. Nikolai Huke uns den diesem Vortrag zugrunde liegenden Artikel aus „s u b \ u r b a n . zeitschrift für kritische stadtforschung“ zur Verfügung gestellt.

Der Vortrag stellt die Ergebnisse einer Studie vor, für die vier ausgewählte Debatten auf Facebook um migrationspolitische Beiträge des Tübinger OB Boris Palmer untersucht wurden. Er zeigt, wie Geflüchtete in diesen Debatten stereotyp als kulturell fremd und bedrohlich konstruiert und abgewertet werden. Besonders stark von rassistischer Stereotypisierung betroffen sind abgelehnte Asylbewerber aus Ländern wie Gambia oder den Maghreb-Staaten, deren Alltag in Deutschland durch prekäre Aufenthalts- und Lebensperspektiven gekennzeichnet ist.

Referent:

Dr. Nikolai Huke

Sozialwissenschaftler, Verbundkoordinator des Projekts „Willkommenskultur und Demokratie in Deutschland“ an der Universität Tübingen

Moderation:

Samantha Strohmenger
Ethnologin, Black Visions and Voices Tübingen

Flyer

Wie aus Schwarzfahrern Vergewaltiger werden.

Rassistische Stereotypisierungen von Geflüchteten am Beispiel der Facebook-Seite von Boris Palmer

Nikolai Huke in s u b \ u r b a n . zeitschrift für kritische stadtforschung

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AK Süd ist United4Rescue beigetreten:
Wir schicken ein Schiff

Unser Ziel:
SOLANGE DIE POLITIK VERSAGT, HANDELN WIR.

Alle Menschen, die auf ihrem Weg über das Mittelmeer ertrinken, haben Schutz und eine menschenwürdige Zukunft für sich und ihre Familien gesucht. Verfolgung, Krieg, Armut, Unrecht und Klimawandel haben sie dazu gebracht, ihre Heimat zu verlassen.
Solange die Fluchtursachen nicht bekämpft werden können und staatliche Seenotrettung fehlt, ist sie unsere humanitäre Pflicht.

Unser Bündnis vertritt deshalb diese vier Forderungen:

  • I. PFLICHT ZUR SEENOTRETTUNG
  • II. KEINE KRIMINALISIERUNG
  • III. FAIRE ASYLVERFAHREN
  • IV. 'SICHERE HÄFEN' ERMÖGLICHEN

  • Die ARD sendete am 15. Juni '20 um 23.30 Uhr einen Film über die die Aktion:
    "Wir schicken ein Schiff - Seenotrettung im Auftrag der Kirche"

    zur ARD-Mediathek

    Unterdessen hat Bundesverkehrsminister Scheuer eine neue Verordnung erlassen, die es kleinen Schiffen künftig unmöglich macht, weiterhin Seenotrettung zu betreiben.
    https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-06/seenotrettung-im-mittelmeer-gefluechtete-scheuer-verkehrsministerium-verhinderung-von-einsaetzen

    Seebrücke Reutlingen teilte am 14.06.2020 mit: In der vergangenen Woche sind mindestens 65 Menschen im Mittelmeer ertrunken, darunter auch 2 Kinder. Wir trauern um alle Menschen, die aufgrund der europäischen Politik ertrunken sind.
    Gleichzeitig haben CSU-Minister Scheuer und SPD-Minister Maas gemeinsam mehrere Verordnungen dahingehend geändert, dass 3 Rettungsschiffe nicht mehr auslaufen können. Die Bundesregierung folgt damit dem Beispiel des Rechtspopulisten Salvini und setzt die Kriminalisierung und Verhinderung ziviler Seenotrettung fort.

    Sicherer Hafen Tübingen: Kundgebung auf dem Rathausplatz

    Am Montag, dem 27. Juli, behandelte der Tübinger Gemeinderat zwei Anträge, die die Aufnahme von Geflüchteten von den griechischen Inseln fordern. Die Stadt solle sich für ein baden-württembergisches Aufnahmeprogramm stark machen und 30 zusätzliche Aufnahmeplätze für besonders hilfsbedürftige Personen und Minderjährige zur Verfügung stellen.

    Um dem Ganzen Nachdruck zu verleihen, fand um 19.00 Uhr vor dem Rathaus eine Kundgebung statt.

    Die „Flüchtlingshilfen im Kreis Tübingen“, das landkreisweite Netzwerk der ehrenamtlichen Unterstützerkreise, hat sich dafür eingesetzt, dass der Tübinger Gemeinderat endlich aktiv wird. Gemeinderätin Sara de Piedade Gomes (Demokratie in Bewegung) hat schließlich die Initiative ergriffen und einen Antrag eingebracht. Darüber hinaus gab es noch einen interfraktionellen Antrag mit ähnlichen Forderungen.

    Gambia-Infoabend: Das neue Gambia – und die Flüchtlinge?

    des AG Gambia (Flüchtlingshilfen im Kreis Tübingen) am Montag, dem 18. November 2019, 20.00 Uhr, im Gemeindehaus St. Petrus in Tübingen-Lustnau.

    Zehntausende von Gambiern und Gambierinnen leben in Europa, etwa 11.000 in Baden-Württemberg. Der Diktator Yahya Jammeh hatte sie in die Flucht getrieben. Vor drei Jahren wurde er abgewählt und Gambia ist eine Demokratie. Doch können die Geflüchteten jetzt einfach dorthin zurück? Gambia ist nach wie vor eines der ärmsten Länder der Welt. Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, die Demokratie ist fragil, und es bestehen weiterhin Fluchtgründe. Was würde die Rückkehr für den einzelnen, für seine Familie, für das Land bedeuten? Und was könnte Baden-Württemberg, eine der reichsten Regionen der Welt, tun, um die junge Demokratie in Westafrika zu stärken, Fluchtursachen zu bekämpfen und die baden-württembergischen Gambier bei der Integration besser zu unterstützen?

    Als Referent konnte u. a. der Honorarkonsul der Republik Gambia, Herr Dr. Georg Bouché, gewonnen werden.

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    Willkommensfest in der Anschlussunterbringung Europastraße

    Zu “Palmers Liste” und der Verlegung von “auffälligen” Flüchtlingen in die durch eine Security bewachte Anschlussunterbringung Europastraße sagt ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis in Tübingen NEIN. Einen sehr gut besuchten Info-Abend dazu gab es am 5. April, der von diesem Bündnis, das sich Netzwerk Europastraße nennt, organisiert worden war.

    Am kommenden Freitag, 3. Mai, findet ab 16.00 Uhr ein Willkommensfest in der Europastraße statt. Veranstalter ist der AK Europastraße, der von dem Netzwerk unterstützt wird. Herzliche Einladung an alle, in einer bunten fröhlichen AU vorbeizuschauen, in der “ganz normale” Geflüchtete leben, die ihrer Arbeit nachgehen, eine Ausbildung machen oder eine Schule besuchen.

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    Brücken bauen statt Mauern!

    Die kommunale Anschlussunterbringung von geflüchteten Menschen soll eigentlich der Integration dienen. Aus der AU Europastraße will der Tübinger OB Boris Palmer jedoch eine desintegrative „Brennpunkt“- Unterkunft machen. Seit Anfang des Jahres führt er dafür eine „Liste der Auffälligen“:
    Von Stadtverwaltung, Polizei oder Integrationsmanager*innen als „auffällig“ identifzierte Geflüchtete sollen in die von privater Security bewachte AU Europastraße verlegt werden. Für alle Geflüchteten, die in der AU Europastraße untergebracht sind, führen diese Maßnahmen zu Ausgrenzung, Stigmatisierung und Diskriminierung.
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    Internationaler Tag der Menschenrechte

    Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten. Ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion. Nach politischer oder sonstiger Anschauung. Wegen nationaler oder sozialer Herkunft. Bezüglich Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

    (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Art. 2)

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    Gambia-Info-Abend

    Zahlreiche Ehrenamtliche unterstützen Flüchtlinge aus Gambia. Viele Gambier würden gerne eine Ausbildung beginnen. Einige haben es bereits geschafft. Andere haben sogar einen Arbeitsvertrag.

    Wir müssen Asylpolitik weiter und offener denken. Integration durch Ausbildung und Arbeit ist echte Entwicklungshilfe. Nur mit realistischen Perspektiven im Heimatland werden wirklich freiwillige Rückführungen möglich. Mit Abschiebungen bekämpft man keine Fluchtursachen. Die politische Lage in Gambia ist immer noch sehr unsicher. 60 Prozent der Bevölkerung müssen von weniger als einem Dollar am Tag leben.

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    Dankeschön-Abend für die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe

    Viele Helfer emfinden die politische Diskussion über Obergrenzen abstoßend. Ebenso frustrierend sind die Erfahrungen mit den Behörden. Auch über abgelehnte Asylanträge und Abschiebungen ist man empört. Darüber hinaus machen fehlende Integrations- und Betreuungsangebote mutlos. Dennoch engagieren sie sich noch immer ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe.  Deren Tapferkeit ist kein kurzer Anfall. Besonders Ihnen gilt dieser Abend. Er soll für ein kleines Dankeschön stehen.

    Es ist wichtig, Engagierte weiterhin in ihrer Tätigkeit zu unterstützen. Zugleich sind die Ansprüche an die Organisation der Freiwilligenarbeit hoch. Daher sind Qualifikationen für die Auseinandersetzung mit den Behörden besonders wichtig.

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