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Der Arbeitskreis AK Asyl Südstadt

Der AK Asyl Südstadt Tübingen wurde im Herbst 2014 gegründet. Seit Frühjahr 2015 betreut er Flüchtlinge einer Gemeinschaftsunterkunft. Sie befindet sich in der Wilhelm-Keil-Straße neben dem Landratsamt. Einige konnten mittlerweile aus dieser Unterkunft ausziehen. Sie führen ein eigenständiges Leben. Der AK begleitet auch diese Menschen.

Der AK besteht aus einer Gruppe freiwillig engagierter Bürgerinnen und Bürger. Sie heißen geflüchtete Menschen willkommen. Sie unterstützen sie zum Beispiel beim Asylverfahren. Auch danach helfen sie Ihnen.

Die nächsten Termine

TerminVeranstaltung
Montag, 27.07.2020, 19:00 Uhr

Sicherer Hafen Tübingen:
Kundgebung auf dem Rathausplatz


Am kommenden Montag, 27. Juli, behandelt der Tübinger Gemeinderat zwei Anträge, die die Aufnahme von Geflüchteten von den griechischen Inseln fordern. Die Stadt soll sich für ein baden-württembergisches Aufnahmeprogramm stark machen und 30 zusätzliche Aufnahmeplätze für besonders hilfsbedürftige Personen und Minderjährige zur Verfügung stellen.

Um dem Ganzen Nachdruck zu verleihen, findet um 19.00 Uhr vor dem Rathaus eine Kundgebung statt.

Die „Flüchtlingshilfen im Kreis Tübingen“, das landkreisweite Netzwerk der ehrenamtlichen Unterstützerkreise, hat sich dafür eingesetzt, dass der Tübinger Gemeinderat endlich aktiv wird. Gemeinderätin Sara de Piedade Gomes (Demokratie in Bewegung) hat schließlich die Initiative ergriffen und einen Antrag eingebracht. Darüber hinaus gibt es noch einen interfraktionellen Antrag mit ähnlichen Forderungen.
Freitag, 11.09.2020Sommerfest in der Wilhelm-Keil-Straße (wegen Corona unter Vorbehalt) – Beginn: 17.00 Uhr
Wegen eines Trauerfalls auf diesen Termin verschoben.
Montag, 21.09.2020Plenum

 

AK Süd ist United4Rescue beigetreten:
Wir schicken ein Schiff

Unser Ziel:
SOLANGE DIE POLITIK VERSAGT, HANDELN WIR.

Alle Menschen, die auf ihrem Weg über das Mittelmeer ertrinken, haben Schutz und eine menschenwürdige Zukunft für sich und ihre Familien gesucht. Verfolgung, Krieg, Armut, Unrecht und Klimawandel haben sie dazu gebracht, ihre Heimat zu verlassen.
Solange die Fluchtursachen nicht bekämpft werden können und staatliche Seenotrettung fehlt, ist sie unsere humanitäre Pflicht.

Unser Bündnis vertritt deshalb diese vier Forderungen:

  • I. PFLICHT ZUR SEENOTRETTUNG
  • II. KEINE KRIMINALISIERUNG
  • III. FAIRE ASYLVERFAHREN
  • IV. 'SICHERE HÄFEN' ERMÖGLICHEN

  • Die ARD sendete am 15. Juni '20 um 23.30 Uhr einen Film über die die Aktion:
    "Wir schicken ein Schiff - Seenotrettung im Auftrag der Kirche"

    zur ARD-Mediathek

    Unterdessen hat Bundesverkehrsminister Scheuer eine neue Verordnung erlassen, die es kleinen Schiffen künftig unmöglich macht, weiterhin Seenotrettung zu betreiben.
    https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-06/seenotrettung-im-mittelmeer-gefluechtete-scheuer-verkehrsministerium-verhinderung-von-einsaetzen

    Seebrücke Reutlingen teilte am 14.06.2020 mit: In der vergangenen Woche sind mindestens 65 Menschen im Mittelmeer ertrunken, darunter auch 2 Kinder. Wir trauern um alle Menschen, die aufgrund der europäischen Politik ertrunken sind.
    Gleichzeitig haben CSU-Minister Scheuer und SPD-Minister Maas gemeinsam mehrere Verordnungen dahingehend geändert, dass 3 Rettungsschiffe nicht mehr auslaufen können. Die Bundesregierung folgt damit dem Beispiel des Rechtspopulisten Salvini und setzt die Kriminalisierung und Verhinderung ziviler Seenotrettung fort.


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    Vergiss niemanden!

    Mit einer Banneraktion machten zwei Gruppen vorletzten Sonntag in Tübingen auf die Situation im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos aufmerksam („Aktivisten fordern Hilfe für Flüchtlinge“, 7. April).


    Seit vielen Monaten weiß man, wie verheerend die Lage in den griechischen Flüchtlingslagern ist, und seit vielen Monaten versuchen sowohl international agierende Organisationen wie ,Ärzte ohne Grenzen‘ als auch zahllose lokale Initiativen wie das Tübinger Asylzentrum, die Verantwortlichen in Berlin und in Brüssel zum Handeln zu bewegen. Erfolglos. Das Problem wurde ausgesessen, bis es nun aufgrund von Corona als kaum mehr lösbar erscheint.

    Auch nur ein paar Hundert der rund 5000 Flüchtlingskinder aus den Lagern herauszuholen, war nicht denkbar. 50 sollen jetzt endlich nach Deutschland ausgeflogen werden, hieß es dieser Tage in den Nachrichten.

    Am vorletzten Sonntag war ein bundesweiter Aktionstag zur Evakuierung der EU-Lager in Griechenland: „Leave no one behind“ (Lass niemanden zurück. Vergiss niemanden). Wir sind froh, dass auch in schweren Zeiten an die gedacht wird, denen es noch schlechter geht.

    Angela Baer, Bernward Hecke, Renate Schäfer, Christa Ullmann, Cornelia Waidmann vom AK Asyl Südstadt Tübingen, Leitungsteam
    (Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt vom 14.04.2020)


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    Erfolgreiche Veranstaltungen des AK Asyl

    Gambia-Infoabend: Das neue Gambia – und die Flüchtlinge?

    des AG Gambia (Flüchtlingshilfen im Kreis Tübingen) am Montag, dem 18. November, 20.00 Uhr, im Gemeindehaus St. Petrus in Tübingen-Lustnau.

    Zehntausende von Gambiern und Gambierinnen leben in Europa, etwa 11.000 in Baden-Württemberg. Der Diktator Yahya Jammeh hatte sie in die Flucht getrieben. Vor drei Jahren wurde er abgewählt und Gambia ist eine Demokratie. Doch können die Geflüchteten jetzt einfach dorthin zurück? Gambia ist nach wie vor eines der ärmsten Länder der Welt. Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, die Demokratie ist fragil, und es bestehen weiterhin Fluchtgründe. Was würde die Rückkehr für den einzelnen, für seine Familie, für das Land bedeuten? Und was könnte Baden-Württemberg, eine der reichsten Regionen der Welt, tun, um die junge Demokratie in Westafrika zu stärken, Fluchtursachen zu bekämpfen und die baden-württembergischen Gambier bei der Integration besser zu unterstützen?

    Als Referent konnte u. a. der Honorarkonsul der Republik Gambia, Herr Dr. Georg Bouché, gewonnen werden.

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    Willkommensfest in der Anschlussunterbringung Europastraße

    Zu “Palmers Liste” und der Verlegung von “auffälligen” Flüchtlingen in die durch eine Security bewachte Anschlussunterbringung Europastraße sagt ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis in Tübingen NEIN. Einen sehr gut besuchten Info-Abend dazu gab es am 5. April, der von diesem Bündnis, das sich Netzwerk Europastraße nennt, organisiert worden war.

    Am kommenden Freitag, 3. Mai, findet ab 16.00 Uhr ein Willkommensfest in der Europastraße statt. Veranstalter ist der AK Europastraße, der von dem Netzwerk unterstützt wird. Herzliche Einladung an alle, in einer bunten fröhlichen AU vorbeizuschauen, in der “ganz normale” Geflüchtete leben, die ihrer Arbeit nachgehen, eine Ausbildung machen oder eine Schule besuchen.

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    Brücken bauen statt Mauern!

    Die kommunale Anschlussunterbringung von geflüchteten Menschen soll eigentlich der Integration dienen. Aus der AU Europastraße will der Tübinger OB Boris Palmer jedoch eine desintegrative „Brennpunkt“- Unterkunft machen. Seit Anfang des Jahres führt er dafür eine „Liste der Auffälligen“:
    Von Stadtverwaltung, Polizei oder Integrationsmanager*innen als „auffällig“ identifzierte Geflüchtete sollen in die von privater Security bewachte AU Europastraße verlegt werden. Für alle Geflüchteten, die in der AU Europastraße untergebracht sind, führen diese Maßnahmen zu Ausgrenzung, Stigmatisierung und Diskriminierung.
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    Internationaler Tag der Menschenrechte

    Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten. Ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion. Nach politischer oder sonstiger Anschauung. Wegen nationaler oder sozialer Herkunft. Bezüglich Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

    (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Art. 2)

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    Gambia-Info-Abend

    Zahlreiche Ehrenamtliche unterstützen Flüchtlinge aus Gambia. Viele Gambier würden gerne eine Ausbildung beginnen. Einige haben es bereits geschafft. Andere haben sogar einen Arbeitsvertrag.

    Wir müssen Asylpolitik weiter und offener denken. Integration durch Ausbildung und Arbeit ist echte Entwicklungshilfe. Nur mit realistischen Perspektiven im Heimatland werden wirklich freiwillige Rückführungen möglich. Mit Abschiebungen bekämpft man keine Fluchtursachen. Die politische Lage in Gambia ist immer noch sehr unsicher. 60 Prozent der Bevölkerung müssen von weniger als einem Dollar am Tag leben.

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    Dankeschön-Abend für die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe

    Viele Helfer emfinden die politische Diskussion über Obergrenzen abstoßend. Ebenso frustrierend sind die Erfahrungen mit den Behörden. Auch über abgelehnte Asylanträge und Abschiebungen ist man empört. Darüber hinaus machen fehlende Integrations- und Betreuungsangebote mutlos. Dennoch engagieren sie sich noch immer ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe.  Deren Tapferkeit ist kein kurzer Anfall. Besonders Ihnen gilt dieser Abend. Er soll für ein kleines Dankeschön stehen.

    Es ist wichtig, Engagierte weiterhin in ihrer Tätigkeit zu unterstützen. Zugleich sind die Ansprüche an die Organisation der Freiwilligenarbeit hoch. Daher sind Qualifikationen für die Auseinandersetzung mit den Behörden besonders wichtig.

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