
Der Arbeitskreis AK Asyl Südstadt
Der AK Asyl Südstadt Tübingen wurde im Herbst 2014 gegründet. Seit Frühjahr 2015 betreuen die AK-Mitglieder geflüchtete Menschen in einer Gemeinschaftsunterkunft. Sie befindet sich in der Wilhelm-Keil-Straße (WKS) neben dem Landratsamt. Der AK besteht aus einer Gruppe freiwillig engagierter Bürger*innen, die geflüchtete Menschen willkommen heißen und im Alltag begleiten und unterstützen, wenn sie dies wünschen. Bei seiner Arbeit orientiert sich der AK am „Leitbild für das freiwillige Engagement für geflüchtete Menschen im Landkreis Tübingen“. In der Gemeinschaftsunterkunft herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. AK-Mitglieder begleiten Geflüchtete auch weiterhin, wenn sie ausgezogen sind und ein eigenständiges Leben führen. Um neu Hinzugekommenen Integrationsangebote machen zu können, ist der AK immer auf der Suche nach neuen Ehrenamtlichen.
Leitbild für ehrenamtliches Engagement
Aktuelle Termine
| Termin | Veranstaltung |
|---|---|
Dienstag | Plenum |
Sommerfest in der GU Wilhelm-Keil-Straße Der AK Asyl Südstadt lädt herzlich zum (Kinder-)Sommerfest
in der Gemeinschaftsunterkunft Wilhelm-Keil-Straße ein.📅 Donnerstag, 23. Juli 2026
🕓 ab 16 Uhr
Freut euch auf einen bunten Sommernachmittag mit Piñata, Wasserspielplatz, Spielen, Musik sowie Essen und Getränken.
Herzlich eingeladen sind Familien, Kinder, Nachbarinnen, Ehrenamtliche sowie ehemalige Bewohnerinnen und alle, die den AK Asyl Südstadt kennen oder kennenlernen möchten.
Die Einladung mit allen Informationen steht unten als PDF zum Download bereit.
Flyer zum Sommerfest
Angebote 2026 des AK Asyl Südstadt
Auch im Jahr 2026 bietet der AK Asyl Südstadt wieder zahlreiche kostenlose Angebote für Geflüchtete, Menschen mit Migrationsgeschichte sowie alle Interessierten an. Ob Fahrradwerkstatt, Info-Point, Spielgruppe oder Deutschtreff für Frauen – unsere regelmäßigen Angebote schaffen Begegnung, unterstützen im Alltag und fördern den Austausch.
Alle Angebote sind kostenlos, eine Anmeldung ist – sofern nicht anders angegeben – nicht erforderlich. Auch ehrenamtlich Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen.Den aktuellen Wochenplan mit allen Angeboten und Terminen finden Sie hier als PDF:
Das Tagblatt gegen Rassismus in Tübingen (23.05.2025)
Der Altenpfleger Alagi Jaiteh wurde nicht nur von Frau Holle abgewiesen. Auf seine Beschwerde reagierte Adis e. V. mit einer Recherche, die vom Schwäbischen Tagblatt aufgegriffen wurde und schließlich in einen ganzseitigen Bericht mündete.
(https://epaper.swp.de/webreader-v3/index.html#/757145/21)
Sein Mut und seine Entschlossenheit („starker Wille“) zeigten erste Früchte: Alagie Jaiteh, links. Leider steuert OB Boris Palmer auf Facebook vergiftete Früchte bei und fährt eine reiche Ernte bei seinen rassistischen Anhängern ein.
| Federführend bei der Recherche, unterstützt durch ein Mitglied des AK Asyl: Fars Andeghergis (Adis e. V.) | ![]() |
Franziskus, Fürsprecher der Geflüchteten und aller Kriegsopfer
„Migration und Krieg sind die zwei Seiten derselben Medaille. Die meisten Flüchtlinge gebiert der Krieg. Auf die eine oder andere Weise, denn auch der Klimawandel und die Armut sind zum Teil die schlimme Folge eines brutalen Krieges, den die Menschheit erklärt hat: gegen eine gerechtere Verteilung der Ressourcen, gegen die Natur, ja gegen den ganzen Planeten. Die Welt von heute scheint jeden Tag elitärer zu werden, und jeder Tag springt mit den Ausgeschlossenen und Übergangenen noch grausamer um.“
Papst Franziskus, Hoffe, München 2025, S. 26
„Wir gucken uns an, was passiert. Und das Schlimmste ist, dass wir uns daran gewöhnen. ‚Ah‘, wird gesagt, ‚heute ist ein Boot gesunken, viele Vermisste.‘ Dieses Sich-daran-Gewöhnen ist eine schlimme Krankheit! Es ist eine sehr schlimme Krankheit!“ (Papst Franziskus am 03.12.2021)
Gebet für Moria
von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland: Ich bete für Moria. Nein, nicht für Moria, dieses Gefängnis, den Nicht-Ort, draußen im Meer, Ort unserer Schande. Ich bete für die Menschen, eingesperrt, ausgesetzt, Dreck im Dreck. Kinder wachsen dort auf, zwischen Plastikplanen und Gewalt: So ist das Leben. Die Welt, in der sie nicht willkommen sind. Gott, schütze Du, was wir nicht schützen wollen. Ich bete für die, die sie dennoch lieben. Ihre Mütter und Väter, wenn es sie noch gibt und für die, die ihnen ein wenig Wärme geben da draußen, in der der Kälte, im Gestank der Verachtung. Ich bete für die, die in der Asche sitzen, und für die, die bei ihnen geblieben sind, jetzt, nach dem Feuer von Moria – diesem erbärmlichen Fanal für unser Zusehen und Wegsehen, für das Nichts-Tun. Ich bete für die, die uns der Mühe nicht wert sind. Und für die, die sich auch jetzt noch herausreden, und schachern um Menschenleben. Gott, mische Dich ein, in unsere Unmenschlichkeit, in unser Versagen. Komm, Gott – lass nicht zu, dass dies das Ende ist. Amen. Text: Sabine DreßlerPapstpredigt auf Lampedusa. Franziskus: „Wo ist dein Bruder?“
Wir leben in einer Gesellschaft, die die Erfahrung des Weinens vergessen hat, des „Mit-Leidens“: Die Globalisierung der Gleichgültigkeit! Im Evangelium haben wir den Schrei, das Weinen und das große Klagen gehört: „Rahel weint um ihre Kinder … denn sie sind nicht mehr“. Herodes hat den Tod gesät, um sein eigenes Wohl zu verteidigen, seine eigene Seifenblase. Und es wiederholt sich. Bitten wir den Herrn, dass er alles wegnimmt, was von Herodes in unseren Herzen geblieben ist; bitten wir den Herrn um die Gnade der Tränen über unsere Gleichgültigkeit, über die Grausamkeit in der Welt, in uns und in denen, die anonymisiert sozial-ökonomische Entscheidungen treffen, die Dramen wie diesem Tür und Tor öffnen. „Wer hat geweint?“ Wer hat in der heutigen Welt geweint? Herr, in diesem Gottesdienst, der ein Büßgottesdienst ist, bitten wir um Verzeihung für die Gleichgültigkeit so vielen Brüdern und Schwestern gegenüber, wir bitten um Verzeihung für die, die es sich bequem gemacht haben, die sich im eigenen Wohl eingeschlossen haben und das Herz betäubt haben, wir bitten dich, Vater, um Verzeihung für diejenigen, die mit ihren Entscheidungen auf höchster Ebene Situationen wie dieses Drama hier geschaffen haben. Herr, verzeihe uns! Herr, auch heute noch hören wir deine Fragen: „Adam, wo bist du?“ „Wo ist dein Bruder?“
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